Mittwoch, 29. Februar: Für einen Tag standen die Kinosäle im cinenova ganz im Zeichen des filmischen Nachwuchses. 28 junge Menschen präsentierten den anwesenden Medien- und Pressevertretern ihre Abschlussarbeiten an der Filmschule, wobei die thematische und stilistische Palette mal wieder sehr breit gefächert war. Zwei Langfilme wurden dabei dem Publikum vorgestellt, zehn Kurzfilme in drei Screening-Blöcken sowie fünf Drehbuchkonzepte, die im Gespräch erörtert wurden. ifs-Geschäftsführerin Simone Stewens konnte in diesem Jahr zum ersten Mal auch Absolventen des Studiengangs „Editing Bild und Ton“ auf der Bühne begrüßen, deren siebensemestriges Studium nun ebenfalls mit einem Abschlussfilm zu Ende gegangen war.
Trotz gleich bleibender Studentenzahlen wurden 2011/12 an der ifs mehr Filme produziert als im Vorjahr, was für die Abschlusspräsentation ein umfangreicheres Programm als gewohnt bedeutete. „Filmstudenten sind heutzutage gut vernetzt und suchen sich ihre Mitarbeiter auch außerhalb der eigenen Filmschule“, erläuterte Stewens die Tatsache, dass sich unter den Arbeiten auch Gemeinschaftsproduktionen mit der Kölner Kunsthochschule für Medien (KHM) und der Berliner Hochschule für Film und Fernsehen „Konrad Wolf“ befanden.
Schon im ersten Kurzfilmblock wurde deutlich, was die Geschäftsführerin als „überraschend breites emotionales und erzählerisches Spektrum“ ihrer Studenten bezeichnete. Stilistisch wagte beispielsweise die Absolventin Alexandra Brodski mit „Wir sind Ich“ Ungewöhnliches, indem sie im „Faction“-Stil Fiktionales in Form des Dokumentarischen erzählte. Viktoria Gurtovajs „tragikomische Groteske“ „Na Sdorowje! Babuschka!“ mag auf den ersten Blick eine Multikulti-Kurzkomödie sein, aber die gesellschaftliche Relevanz der Thematik ist nicht von der Hand zu weisen. Die junge Regisseurin machte im anschließenden Gespräch mit Prof. Gerd Haag deutlich, dass sie schon in ihrem nächsten Film über eine unmögliche bosnische Liebe ganz andere Wege beschreiten will. Außerdem wünscht sie sich, auch bald wieder als Kamerafrau für einen anderen Regisseur tätig zu sein.
Die Bereitschaft der jungen Filmemacher, über den eigenen Tellerrand hinauszuschauen, wurde in ähnlicher Form eigentlich in allen anschließenden Filmgesprächen spürbar. Der erste Kurzfilmblock schloss mit der Projektion von Engin Kundags „Ararat“, einem 26-minütigen fiktionalen Film über einen Deutschtürken, der in der alten Heimat nach seinen Wurzeln sucht. Zu internationalen Ehren war Kundags Abschlussfilm schon wenige Tage zuvor gekommen, als er in der Sektion „Perspektive Deutsches Kino“ im Wettbewerb der Berlinale präsentiert wurde.
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