Das feierliche Läuten der Domglocken und die Stimme eines Kommentators im Ohr, der beschreibt, was in diesem Moment geschieht. Ich gehe in die Kathedrale, sehe trauernde Menschen, festlich gekleideten Klerus, höre das Kyrie – Stopp. Moment.
M wie Money. Fest umklammert Papa Harpagon den blauen Buchstaben aus dem Wort HOME, das in großen Lettern auf der Bühne im Theater der Keller steht. Geld ist ihm sein Lebensinhalt, sein Sohn Cléanthe nennt ihn deshalb einen Kotzbrocken und hätte doch so gern sein Stück vom Kuchen.
Zwei Schimmel stehen im Innenhof des ehemaligen Bonner Behördenhauses und knabbern Grünzeug. Ein Stromzaun beschneidet ihre Freiheit. Ein ebenso weißer Gattungskollege aus Pappmaché hat dafür weiter hinten einen Lampenschirm auf dem Kopf, dazu wandert der Polizeichor in Uniform und baumelnder Knarre im Viereck und singt wie Beethovens Gefangenenchor. Oh welche Lust?
Das Stück der Regisseure Monika Gintersdorfer und Knut Klaßen mit dem provokanten Titel „Jede Minute mit einem Illegalen ist besser als wählen“ beschäftigt sich mit dem Leben illegaler Migranten. choices sprach mit Gintersdorfer und Schauspielern über die Vorlage und Umsetzung des Stücks.
Es gibt einen „und jährlich grüßt das Murmeltier“-Effekt, der sich unweigerlich einstellt, sobald man das Programmheft des Köln Comedy Festival (13. bis 29.10.) zur Hand nimmt
Kölns Schauspielintendantin Karin Beier vwird die Domstadt 2013 nach furiosen acht Jahren verlassem. Stefan Bachmann, Regisseur und ehemaliger Intendant des Theater Basel, soll die Geschicke des Kölner Schauspiels von dort an leiten.
Das neue Stück des Ensembles c.t.201 trägt den prägnanten Titel „12“ und spielt damit auf die Zwölftonmusik an: Regisseur Tim Mrosek übertrug die Kompositionsmethode kurzerhand aufs Theater, Eifersuchtsdramen und Hochkultur-Kitsch inklusive.
Die drei Figuren in Ingeborg von Zadows Stück stehen fürs Anders-Sein, und zusammen flüchten sie sich in eine Phantasiewelt. „Über Lang oder Kurz“ scheint einfach gestrickt, fasziniert aber durch seine hintergründige und phantasievolle Inszenierung. So ist es nicht nur für Kinder 6+, sondern auch Erwachsene überaus sehenswert.
Zum elften Mal laden Kölns kleine und große Bühnen zur Theaternacht - und wer einmal das Vergnügen hatte, sich in den unterschiedlichsten Häusern freundlich empfangen und künstlerisch bewirten zu lassen, liebt diese Veranstaltung.
Berliner Schaubühne, Düsseldorfer Kom(m)ödchen, Radio Tele Luxemburg. Nun ist Hugo Egon Balder wieder im Theater angekommen. Boulevard-Erneuerer René Heinersdorff jagt den gebürtigen Berliner durch eine rasante Geschlechterkomödie.
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