Während der theaterfreien Zeit wird man jährlich verlässlich mit Schwachsinnsmeldungen über das Sommerloch hinweg unterhalten: „Krokodil im Badesee gesichtet“, „Erste ipad-Rede im Bundestag“, „Vuvuzela blasen hilft bei Menstruationsschmerzen“ oder „Krake Paul wird spanischer Ehrenbürger“.
Was nichts kostet, kann nichts sein – sagt zumindest der Volksmund, der bekanntlich nicht immer Recht hat. Schon gar nicht im Fall des Sommer Specials Gratis und nicht umsonst, zu dem das Atelier Theater jeweils von Montag- bis Donnerstagabend (jeweils um 21.30 Uhr) in sein Café mit Mini-Bühne einlädt.
choices: Herr Leschig, wie würden Sie auf die Frage Ihres Stücks antworten. Sind Sie Arbeit?
Gregor Leschig: Ja, ich bin Arbeit. Arbeit ist für mich sehr wichtig, um mich zu definieren.
Das Wort galt viele Jahre als angeschnarcht und igitt: Liedermacher hielt man für Klampfe spielende Möchtegern-Revolutionäre, die ihren missionarischen Auftrag bierernst nehmen und mit Verachtung auf jene herunterschauen, die ihre Botschaft nicht hören wollen.
Kulturpolitiker. Andächtig. Wichtig. Schließlich klatschend. Bestätigend. Gerade hat die Intendantin des Kölner Schauspiels Karin Beier die Spielzeitplanung für 2010/2011 vorgetragen. Mit Köln, Korruption, Schildbürgerstreichen und Baukatastrophen beschäftige man sich.
Christoph Nußbaumeder ist der erste Preisträger des mit 15.000 Euro ausgestatteten Autorenpreises des KunstSalons für das Schauspiel Köln. Ausgezeichnet wurde er für sein Stück „Die Kunst des Fallens“, in dessen Zentrum einBiergarten und seine immergleichen Besucher stehen. In dieser Wärmezone des gesellschaftlichen Halbschattens, die von Wirtin Monika und ihren beiden Töchter Steffi und Sigrid in der Sommersaison betrieben wird, blühen die Konflikte, die Dramen und die Sehnsüchte.
Einerseits pocht das Theater auf die Aktualität der von ihm behandelten Stücke, andererseits kann man sich des Zwangs manches Bezugs kaum entziehen. Das Freie Werkstatt Theater bringt Lessings „Minna von Barnhelm“ auf die Bühne, und man fragt unwillkürlich nach dem Bezug zum Afghanistankrieg. Major von Tellheims Streit um Ehre, Entlassung, Resozialisierung, Geldnöte lässt sich als posttraumatische Belastungsstörung eines Soldaten lesen.
Der Kölner Stadtrat hat sich gegen einen Neubau des Schauspielhauses ausgesprochen und der Bürgerinitiative „Mut zur Kultur“, welche 50.000 Unterschriften gegen den Abriss des Schauspielhauses gesammelt hatte, einen durchschlagenden Erfolg beschert. Der Neubaubeschluss wurde zurückgenommen, Schauspielhaus und Oper werden saniert. That‘s it! Die Verwaltung ist nun aufgefordert, das Projekt effektiv und professionell abzuarbeiten und dafür zu sorgen, dass neben baulichen Verbesserungen unter dem Strich eine günstigere Kosten-Variante als die bislang kalkulierten 290 Mio. Euro herauskommt.
Das gesparte Geld sollte in Kunst investiert werden, und die künstlerischen Inhalte fortan wieder die Kulturberichterstattung bestimmen: Im Mai sind mit „Kasimir und Karoline“, „Die Kontrakte des Kaufmanns“ (9./15.5., Schauspielhaus Köln) und „Die Schmutzigen, die Hässlichen und die Gemeinen“ (2./3.5., Schauspielhaus Köln) nämlich gleich drei Produktionen der städtischen Bühnen auf dem Berliner Theatertreffen zu sehen. Ein Triumph ohnegleichen ...
Männer mögen keine witzigen Frauen. Zu diesem auf den ersten Blick selt samen Befund kommen so großartige Komödiantinnen wie Gerburg Jahn ke (Ex- Missfits) und Sissi Perlinger. Und Horst Schroth, der kleine Gift zwerg aus Hamburg, geht sogar noch ein wenig weiter und behauptet allen Ernstes, dass es überhaupt keine komischen Weibsbilder gäbe, also keine Frauen, die mit lustigen Darbietungen ihre Brötchen verdienen. Alles Quatsch?
Der Probenraum der Blackbox-Company ist nur schwer zu finden. In den Kellerfluchten der Universität reiht sich Tür an Tür. Brandschutzgrau, ununterscheidbar. Soll man das schon als Omen begreifen? Nach ihrem so absurden wie komischen Stück „phase I“ über vier Männer auf einem Floß probt die Truppe jetzt „phase II“. Thema: zwei Männer und eine Tür. Der Probenraum entpuppt sich als kleiner quadratischer Raum mit weißen Paneelwänden. In der Mitte die ominöse Tür und zwei Kinderstühle. Von der alten „phase I“-Crew stehen diesmal die Schauspieler Hans Kieseier und Waldemar Hoge auf der Bühne.
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