choices: Herr Schüßler, was hat die Revolution mit den Bremer Stadtmusikanten zu tun?
Daniel Schüßler: Viele Punkbands wollten sich nichts mehr von den Konzernen vorschreiben lassen, nicht 15 Semester Jazzgitarre studieren, sondern einfach Musik machen und dann eben nur mit drei Akkorden.
Zum Ende einer äußerst spannenden Kölner Spielzeit gibt’s den Ausblick auf 2009/2010: Das Schauspiel Köln geht unter der Leitung von Karin Beier dann bereits in seine dritte Runde, der vorläufig letzten Spielzeit am Offenbachplatz vor dem Schauspielneubau.
choices: Frau Land-Boss, wie sind Sie darauf verfallen, sich für Ihre erste Inszenierung Maurice Maeterlincks „Der Tod des Tintagiles“ auszusuchen?
Ilil Land-Boss: Als ich das Stück vor sieben Jahren zum ersten Mal gelesen habe, hat es mich sofort gepackt.
Die Ereignisse drohen sich zu überschlagen. Begriffskaliber wie „Rache“, „Frieden“ oder „Eid“ flattern als Zettelwirtschaft durch den Raum, das Wort „Harmony“ verkürzt sich auf seine deutsch ausgesprochene Endsilbe „Nie“, und die Frage „Sind wir bereit zu vergeben?“ gerät zum Mantra.
Alle reden von der Krise - kein Geld nirgends. Oder besser: es befindet sich in den falsche Händen resp. Safes. Banken zu überfallen lohnt sich auch längst nicht mehr. Die Kassen sind leer und die Investmentfonds das Papier nicht wert, auf dem sie gedruckt sind.
Von 3. bis 6. Mai fand – initiiert vom Fonds Darstellende Künste und ITI (Internationales Theater Institut) – in der Berliner Akademie der Künste ein internationales Symposium zur Lage freischaffender Künstler im Darstellenden Bereich statt.
choices: Herr Mrosek, in Anja Hillings „Schwarzes Tier Traurigkeit“ trifft sich eine Gruppe von Menschen zum Picknick im Wald, verursacht einen Waldbrand und wird Opfer der Feuersbrunst. Worum geht es da eigentlich?
Tim Mrosek: Mich hat schon beim ersten Lesen fasziniert, auf welche Art Anja Hilling die Geschichte erzählt.
Mitte April hatten bereits 28 von 64 Chormitgliedern die Proben zu „Samson et Dalila“ von Camille Seint-Saens unter der Regie von Tilman Knabe an der Kölner Oper abgebrochen, als schließlich auch Kölns Kammersängerin...
choices: Christina, du inszenierst ein Doppelstück unter dem Sammeltitel „Fremde Helden“. Was interessiert dich an Heldenfiguren?
Christina Vayhinger: Das Projekt „Fremde Helden“ besteht aus zwei Teilen, dem Monolog „Kong“ und einem Stück über Robinson Crusoe, das im Herbst Premiere haben wird.
Nachdem John von Düffel vor zwei Jahren für das Düsseldorfer Schauspielhaus Thomas Manns Bürgertums-Bibel „Buddenbrooks“ dramatisiert hat, wagte er sich jetzt an dessen „Opus magnum“...
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