Menschenrechte, Gleichberechtigung und die Beendigung von Kriegen: Die 22 Forderungen, die schon beim Betreten des Theaters aus mehreren Lautsprechern an die Besuchenden herangetragen werden, hat es wirklich gegeben. Sie stammen aus den Schriften von Menschen, die im Suizid durch Selbstverbrennung die letzte Möglichkeit sahen, um ernst genommen zu werden und sich Gehör zu verschaffen.
Der Abend am Orangerie Theater behandelt die verstörend-radikale Protestform mit Sound, Performance und Tanz. Dabei ist Sichtbarkeit einer der Schlüsselbegriffe in diesen 70 Minuten: „Ein Mensch ist keine Fackel“ macht deutlich, dass wir als Gesellschaft die Verantwortung dafür tragen, einander zuzuhören. Die Darstellerinnen Sophia Otto und Saskia Rudat vermitteln den Frust und die Verzweiflung bis hin zur finalen Aussichtslosigkeit so eindrucksvoll, dass es unter die Haut geht. Mal in Zeitlupe, mal mit hektischen ruckartigen Bewegungen nähern sie sich dem Äußersten. „Empfindest du deine privaten Probleme als politisch? Empfindest du deinen Körper als politisch?“ Dem Krux Kollektiv unter Regisseurin Elsa Weiland gelingt es mit direkt gestellten Fragen, das Publikum in einen Prozess der Auseinandersetzung einzubinden, und mit Stoff zum Nachdenken zu entlassen. Vor allem in der heutigen Zeit, in der Meinungen oft schnell gefertigt, aber selten wieder revidiert werden, ist das wichtig und wertvoll.
Ein Mensch ist keine Fackel | keine weiteren Termine | Orangerie Theater | 0221 470 45 13
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