Multipolaristen am Werk

14. Mai 2012

Das Sommerblut-Festival der Multipolarkultur bis 28. Mai - Theater am Rhein 05/12

Begeisterung für dieses Festival der Multipolarkultur ließ auch Festivalleiter Rolf Emmerich bei seiner Eröffnungsansprache spüren: Das Kulturfestival bietet wie kein anderes Kulturfest eine Bühne für Themen und Menschen, die sich in Weltanschauung, Traditionen oder körperlichen Merkmalen vom Mainstream unterscheiden. So gab die blinde Sängerin Leslie Mader in beeindruckender Weise vier Interpretationen von Musicals und Schlager der zwanziger Jahre zu hören, gefolgt von Interpreten der Kammeroper Köln. Der Kurde Mehmet Akbas führte die Zuhörer durch seine Interpretationen traditioneller kurdischer Musik. Die Gruppe „Afrodeutsch“ um Edgar Wallis & The Immis gab ihre eigene Verbindung von Hip Hop mit Rap in Deutsch und Englisch wieder – Texte zum Alltag Afrodeutscher.

Die nächsten Tage bis zum 28. Mai ist in ganz Köln ein spannendes und abwechslungsreiches Programm zu sehen und zu hören:

Die Ausstellung „Lost Kids“ über minderjährige männliche Prostituierte in Thailand und Berlin von den Künstlern Ohm Phanphiroj und Göran Gnaudschun ist bis zum 28. Mai im Mediapark 8a zu sehen.
Lost Kids 11.-28.5. Mediapark 8A, achter Stock

Im Festivalschwerpunkt Demenz zeigt das Theaterprojekt „movingtheatre.de“ ein bewegendes Stück über einen Mann, dessen Mutter an Alzheimer erkrankt ist und ihr Leben beenden möchte. Bei einem Spaziergang kommen Mutter und Sohn sich und ihrer Vergangenheit wieder näher.
Du bist meine Mutter | Sa, 26. 5., 20 Uhr | Freies Werkstatt Theater, Zugweg 10, Köln | VVK / AK 17,50 , erm. 12 €

Sehen oder nur hören: Musik im Dunkeln erleben die Zuschauer und Zuhörer bei „Black out – See the light“. Percussion, Congas, Klavier und Gesang werden von „Blinde und Kunst e.V.“ aufgeführt.
Black out – See the Light | Di, 22. 5., 20 Uhr | Studio 672, Venloerstraße 40, Köln | VVK/ AK 16, erm. 12 €

Von der “Parallelwelt”, in der sich Kinder von Migranten in der zweiten und dritten Generation fühlen, schildern mit Humor bis zur Schmerzgrenze „Fräulein Nina“ und Murat Kayi.
Migrantenpop – Hier tagt die Parallelwelt | Sa, 26.5., 20 Uhr | Die Wohngemeinschaft, Richard-Wagner-Straße 39, Köln | VVK/ AK 10 € |

Britischer Humor wird von vielen geschätzt – und wer kennt nicht Mr. Bean? Die Kunst der wortlosen Komik beherrscht auch Doctor Brown: mit „Becave“ spielt der britische Comedian und Shootingstar absurd-komische Kunst.
Becave
| Mi, 23.5., 20.30 Uhr | ARTheater, Ehrenfeldgürtel 127, Köln | VVK/ AK 14, erm. 10 €

Weitere Infos unter: www.2012.sommerblut.de

Nathalie Caesar

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