Nach 17 Jahren und neun Alben haben Tocotronic den Diskurspop der sogenannten Hamburger Schule tatsächlich für kurze Zeit an die Spitze der deutschen Albumcharts getragen. Mit einerseits sehr rauen Tönen, aber auch balladesken Songs. Ihr musikalisches Spektrum ist breiter geworden, Bonmots wie „Im Zweifel für den Zweifel“ sind immer noch vortrefflich. Das ist mal ein anderer Chorus in den großen Konzerthallen (E-Werk, 4.3., 20 Uhr). Die Stileinordnung auf My Space-Seiten wird in der Regel für einen gepflegten Witz benutzt. Bei Analogik kommt die Mischform Ska / Electronica / Hip Hop aber einigermaßen hin. Man kann noch Afro-Beat, Balkansound und Kinderlied hinzufügen. Eine ziemlich verrückte Mischung liefern die vier Dänen ab, ihr Bühnenoutfit steht dem in nichts nach (6.3., 22 Uhr / Stadtgarten).
Weihnachten und wertkonservativ passt zusammen. Wertkonservativ und Motörhead passt zusammen. Aber...
Wir steigen düster ein: Monarch! ist eine französische Doom Metal-Band, die Sängerin verziert die Zeitlupen-Drones morbid. Oder mit den Worten auf ihrer My Space-Seite gesagt: „Kill each other and play guitar in the snow“.
Umgebaut, ausgebaut, angebaut: Das geschichtsträchtige Blue Shell wird räumlich größer und zeitlich länger. Letzteres kommt vor allem den nächtlichen Parties zugute, Ersteres den bislang etwas engen Konzerten.
Seit seinen Tagen bei den Dead Kennedys hat Jello Biafra nicht mehr so gut gepunkrockt wie mit seiner aktuellen Band The Guantanamo School of Medicine. Schon der Name der Band zeigt, dass auch sein politisches Bewusstsein nicht nachgelassen hat.
Der August steht traditionell ganz im Zeichnen der c/o pop. Das Festival für „Pop Culture 2.0“, so der diesjährige Untertitel, findet vom 12. bis 16. August zum sechsten Mal an über 20 Locations in Köln statt.
Die alten Herren kommen! Nach Neil Young, der im Juni im Tanzbrunnen gastierte, beehrt der 75jährige Leonard Cohen die Stadt. Mit düsteren Liebesliedern wie „Susanne“ oder „So long, Marianne“ feierte der einstige Schriftsteller Ende der 60er Jahre sein musikalisches Debüt.
2005 erschien die erste Single der Londoner Powerpop-Band The Maccabees. Zwei Alben haben sie inzwischen veröffentlicht, einer ihrer Songs begleitete bereits einen Werbeclip einer bekannten Elektronik- Marke. Und trotzdem noch Indie?
Wir starten in den Mai mit bester Clubmusik: Aus dem DFA-Stall um das LCD Soundsystem kommt The Juan McLean, um das Kölner Blue Shell am 3.5. ab 21 Uhr mit Neo-Space-Disco-House in einen feuchten New Yorker Club rheinischer Glamour-Träume zu verwandeln.
Tja, das Sonic Youth-Konzert am 24.4. in Düsseldorf im Rahmen der „Sensational Fix“-Ausstellung ist natürlich schon lange ausverkauft. Kann man wohl nichts machen.
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