Bariton Michael Nagy ist derzeit sehr gefragt. In Köln ist er im Oktober für einen Liederabend und für Haydns „Jahreszeiten“ zu Gast.
Die diesjährige Musiknacht zeigte sich deutlich politischer: Im Museum für Angewandte Kunst diskutierten am Samstag Vertreter aus Kultur und Politik über die Förderung der freien Musikszene.
Im Rahmen der Pluriversale präsentierte das kenianisch-deutsche Jitta Collective mit „Chombotrope“ eine intensive Kampfansage gegen die kulturelle Enteignung Afrikas.
Vincent Moloi gewann den Preis für den besten Dokumentarfilm. Sein Film ist politisch, und der Südafrikaner nahm am Sonntag kein Blatt vor den Mund: Es geht es um die Nachfahren der im heutigen Namibia von Deutschen dezimierten einheimischen Völker, die weiter auf eine Entschuldigung warten.
Ob städtische Bühne oder freie Szene, ob avantgardistische Performance oder deftiges Volkstheater: Bei der 17. Ausgabe der Kölner Theaternacht zogen wieder alle Bühnenschaffenden am gleichen Strang.
Analogtheater befasst sich in einer Art psychologischen Studie mit Sehnsucht, Bewältigung und Glück: Welches Glück ist noch zu haben?
Das Theater im Bauturm inszeniert mit „Trude Herr oder: Es ist besser, in der Sahara zu verdursten, als in Köln-Lindenthal zu sitzen und auf die Rente zu warten“ eine charmante Komödie und erhebt die kölsche Lebensart zur Lebensphilosophie.
Am Sonntag verlieh choices den Publikumspreis für den Besten Spielfilm an Regisseur Oliver Schmitz für den Apartheids-Justizthriller „Im Todestrakt“ mit Steve Coogan und Andrea Riseborough.
Ein „Grundkurs Weltrevolution für Düsseldorf“ in der Tonhalle: Am 7. und 8. Oktober begleiten die Düsseldorfer Symphoniker das von Peter Aidu neu gegründete Persimfans-Ensemble. Es hat sich den Utopien der Avantgarde verschrieben, die durch die Diktaturen des 20. Jahrhunderts zerstört wurden.
Stefano Massinis „Occident Express“ beschreibt die Flucht der 60-jährigen Haifa aus Syrien. Moritz Sostmann inszeniert mit Hilfe von Puppen die deutsche Erstaufführung.
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