August. Auch wenn draußen noch die Sonne heizt, ist es doch nur noch ein paar Tage hin, bis uns im Supermarkt die ersten Weihnachtsmänner aus den Regalen grüßen und sich Spekulatius und Zimtsterne unter die Sonderangebote mischen. Zeit, Abstand zu gewinnen, sich mental der Frage zu stellen, was bleiben wird von diesem Jahr, das seinem Ende entgegengeht. Was war da noch? Schnee im März? Die Landtagswahl im Mai? Das „Wagnis Minderheitenregierung“? Die Löcher in den kommunalen Haushalten? Wie in Wuppertal: Geld für die Oper, nicht für Obdachlose und Bibliotheken?
Freund Frank war wieder in Köln. Aufmerksame Leser dieser Rubrik kennen ihn bereits von der Juliausgabe vergangenen Jahres. Der verzweifelte Ostwestfale suchte damals in der Domstadt eine Currywurst. Eigentlich müsste man ihn in dieser Rubrik öfter erscheinen lassen, zeigt er als erdverbundener Erdenbürger den Kölnern durch seine Verwunderungen besonders trefflich ihr wahres Ich.
Zu den Absurditäten der Massenmobilität gehört auch nach über hundert Jahren Fahrzeugbau, dass locker eine Tonne Automobil oder mehr bewegt werden will, um einen 75-Kilo-Menschen von A nach B zu bringen.
Gestern bin ich einem Mann mit Killerinstinkt begegnet. Ich verließ gerade den Kaufhof, wo ich bei Saturn ein paar gewöhnliche Druckerpatronen erstanden hatte, als die Fußgängerampel auf Rot sprang.
Könnte es sein, dass wir seinen 50. Geburtstag verschlafen? Seit 1960 laufen Menschen zum christlichen Auferstehungsfest von Duisburg nach Dortmund. Am Anfang liefen sie noch mit Faltenrock und Trenchcoat, später mit Latzhose und Fusselbart – eine säkulare Prozession. Und dieses Ostern? Nicht Schwerter zu Pflugscharen, sondern Buggys zu Rollatoren? Inzwischen sind die in den Sechzigern in Kinderwagen mitgeführten Kinder Großeltern und die in den Achtzigern in Kinderwagen mitgeführten Kinder Eltern geworden. Häme ist aber fehl am Platz...
Umweltfreundlicher durchs Revier zu rollen, ist keineswegs nur Sache privater (Auto)Mobilisten: Nach erfolgreichem Testlauf in Bochum und Gelsenkirchen rüstet der Verkehrsverbund VRR jetzt den ÖPNV mit Hybridbussen hoch.
Zur kölschen Identität gehören der Dom, der FC und das Kölsch. Um alle drei steht es nicht gut. Der Dom ist inzwischen Raumzeichen katholischen Missbrauchs, der FC bockt untertourig herum, und...
Endlich ist der Beweis erbracht. Jesus hätte FDP gewählt. „Mein Reich ist nicht von dieser Welt“, sagte der allererste Liberale der Menschheitsgeschichte, als die örtliche Bürokratie in Form eines gewissen Pilatus versuchte, ihm das Leben schwer zu machen. Treffender kann man die Forderung nach weniger Staat und mehr Verantwortung für den einzelnen Bürger nicht formulieren. Zuvor schon bewies der Heiland, dass er privates Engagement der staatlichen Daseinsfürsorge vorzog.
Natürlich leben wir in Nordrhein-Westfalen in einem sicheren Land. Hier hat sich „die Zahl der Einstellungen bei der Polizei mehr als verdoppelt“, hat Kommissar Rainer Wendt, der Vorsitzende der Deutschen Polizeigewerkschaft (DPG), ermittelt.
Natürlich ist er verrückt. Wer bitte schön gibt, wenn er nicht von allen guten Geistern verlassen ist, als Berufsbezeichnung „Exorzist“ an? Damit ist der Mann, Anfang Fünfzig, der mir in seiner Praxis gegenübersitzt, von unserem kulturell festgelegten Nullpunkt der scheinbaren Normalität abgerückt. Oder eben: verrückt. Doch wer jetzt meint, seine Geschichte anzuhören sei Zeitverschwendung, der ist nicht normal, sondern ignorant.
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