Donnerstag, 22. Januar: Im Kölner Filmforum direkt neben Dom und Hauptbahnhof hat man einmal im Monat in der Reihe „WDR Dokwerkstatt“ die Gelegenheit, kostenlos eine Produktion des öffentlich-rechtlichen Regionalsenders noch vor ihrer Erstausstrahlung im Fernsehen auf der großen Leinwand zu bewundern. Macher und Verantwortliche sind dann ebenfalls vor Ort, erläutern die Hintergründe zur Entstehung ihres Films und stehen den interessierten Zuschauern im Anschluss Rede und Antwort. Den Auftakt im Januar 2015 machte eine neue Folge der WDR-Dokumentarfilmreihe „Geheimnisvolle Orte“, für die der Austragungsort Filmforum nicht besser hätte gewählt sein können. In der von Dr. Rüdiger Heimlich geschriebenen und von der Schweizer Wahl-Kölnerin Luzia Schmid inszenierten Folge „Geheimnis Kölner Hauptbahnhof“ drehte sich alles um die Geschichte und den Werdegang des größten Umschlagpunktes in der Domstadt, der sich von dort nur zweihundert Meter Luftlinie entfernt befindet. Die Macher waren dabei tief eingetaucht in die Archive des Senders und der Stadt, um historische Bilder des Bahnhofs zu präsentieren, die in Interviews mit Experten und Zeitzeugen anschaulich untermauert wurden.

Christiane Hinz, Leiterin der Programmgruppe „Dokumentationen / Kultur und Geschichte“ beim WDR, die den Abend moderierte, zeigte sich begeistert, dass bei der Präsentation im Filmforum kaum ein Platz leer geblieben war: „Damit hatten wir nicht gerechnet!“ Für Regisseurin Schmid war es bereits die dritte Zusammenarbeit mit Dr. Rüdiger Heimlich, der das Thema ausgegraben hatte und im Vorfeld spannende Zeitzeugengespräche führen konnte, die der 45-minütigen Dokumentation schließlich ihren roten Faden lieferten. Chronologisch werden darin die Wandlungen und theoretischen Überlegungen den Kölner Hauptbahnhof betreffend abgearbeitet, wobei unter den anwesenden Zuschauern sicherlich eine Tatsache für das meiste Aufsehen sorgte: Dreimal schon hatte man in der rund 150-jährigen Geschichte des Bahnhofs ernsthaft darüber nachgedacht, ihn in den Außenbereich der Stadt zu verlegen, am liebsten auf das Gelände des ehemaligen Güterbahnhofs Gereon, wo sich heute der Mediapark befindet. Peter Kradepohl, derzeitiger Bahnhofsmanager in Köln, konnte hier aber beschwichtigen: „Unser Bahnhof hat mit seinem Eisen und Stahl etliche Jahrzehnte an Ort und Stelle überlebt. Sein Standort bleibt einzigartig und sollte erhalten werden.“

Ein weiterer, im Film mehrfach zu Wort kommender Fachmann, der auch zur Premiere im Filmforum erschienen war, ist der ehemalige Kölner Stadtkonservator Dr. Ulrich Krings. Selbst er konnte in Schmids Film noch Unbekanntes entdecken, weil er beispielsweise noch nie in die „unterste Unterwelt des Bahnhofs“ vorgedrungen war, die man in „Geheimnis Kölner Hauptbahnhof“ ebenfalls zu sehen bekommt. Für Krings ist das „ein super Film geworden, auch wie er optisch umgesetzt wurde“. Besonders beeindruckend ist dabei eine Kamerafahrt geworden, die unmittelbar unter dem Bahnhofsdach entlang führt und die gesamte Halle aus der Vogelperspektive einfängt. Kamera-Assistent Bastian Bahrenburg erklärte, dass sich dort oben eine Wartungsbühne befindet, die sich durch die ganze Bahnhofshalle spannt und die für eine Zeitraffer-Kamerafahrt genutzt werden konnte. Die gesamte WDR-Reihe „Geheimnisvolle Orte“ umfasst, inklusive der Wiederholungen aus der ersten Staffel, elf Folgen, die immer freitags um 20.15 Uhr im WDR ausgestrahlt werden und auch ein Jahr lang in der Mediathek abgerufen werden können.
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