Donnerstag, 15. September: Bereits zum 5. Mal wurde Mitte September das „Filmhaus Köln“ für eine Woche lang zum kulturellen Bindeglied zwischen Deutschland und China. Das wichtigste deutsche Filmfestival, das sich ausschließlich dem neuen Filmschaffen des Reichs der Mitte widmet, ist zwar noch immer vergleichsweise klein, hat sich in den vergangenen Jahren aber einen beachtlichen Stellenwert erarbeitet.
Zur Eröffnungsveranstaltung des „Visions of China“-Filmfestivals konnte der Geschäftsführer des Filmhauses, Peter Klas, deswegen auch wieder namhafte Gäste im Kinosaal an der Maybachstraße begrüßen. Etwas flapsig beschwor er Gemeinsamkeiten mit seinen Nachrednern: Mit Dr. Ralph Elster, dem Vertreter des Kulturausschusses der Stadt Köln, würden sich Berührungspunkte in der kulturellen Arbeit finden; seinen Bezug zum Generalkonsul der Volksrepublik China, Wang Xiting, machte er indes an Karl Marx fest. Wang sei in einem Land aufgewachsen, das die Lehren von Karl Marx befolge, Klas in der Stadt aufgewachsen, in der Marx geboren wurde – Trier.
Wang selbst betonte in seiner Ansprache, dass das Festival ein wichtiger Mittler zwischen den beiden Staaten sei. Noch wüsste man trotz der seit rund 25 Jahren bestehenden Städtepartnerschaft zwischen Köln und Beijing erstaunlich wenig voneinander. Speziell die Deutschen wüssten seiner Meinung nach noch weniger von den Chinesen als umgekehrt. Durch „Visions of China“ könnte dazu beigetragen werden, diese Situation positiv zu verändern.
Der im Jahr 2012 seit 40 Jahren bestehende Austausch zwischen Deutschland und China hätte dennoch bereits beachtliche Früchte getragen, wie Dr. Elster im Anschluss herausstellte. „Über 200 Handelsunternehmen aus dem Reich der Mitte haben seit der Chinainitiative aus dem Jahr 2005 nun ihren Sitz in Köln“, schlug der Kulturbeauftragte den Bogen zurück zur Domstadt. Im kommenden Jahr, dem Chinajahr, würden unter dem Motto „Wo der Drache tanzt“ noch viele weitere Veranstaltungen auf dem Programm stehen. Am Eröffnungsabend kam als Stargast des Weiteren noch der chinesische Filmemacher Chen Tianxing zu Wort, der im Wettbewerb seinen Film „Nunchucks“ präsentieren sollte. Der Regisseur versteht seinen Film als Verbeugung vor den klassischen „Kung Fu“-Filmen der 70er Jahre, da dessen legendärster Star Bruce Lee von Kindesbeinen an ein Held für Chen gewesen sei. Für ihn repräsentiert diese traditionelle Kampfform auch kulturelle und geistige Ideale, deren Bedeutung er mit seinem Film nun auch an kommende Generationen weitergeben möchte.
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