Trotz der zahlreichen Krisen der letzten Jahre wurde im Bundestag über kaum ein Thema in dieser Legislaturperiode derart hitzig debattiert wie über die Wärmewende. Das Heizungsgesetz, welches als Gebäudeenergiegesetz (GEG) ab dem 1. Januar 2024 in Kraft tritt, bescherte der Ampelkoalition und insbesondere Wirtschaftsminister Robert Habeck kräftigen Gegenwind von Bürger:innen und der Opposition. Ab diesem Zeitpunkt sollen nämlich neue Heizungen mit mindestens 65% erneuerbaren Energien betrieben werden. Für Verwirrung sorgte dabei vor allem die Frage, was mit den bereits eingebauten Öl- und Gasheizungen passieren wird. Jenseits der Debatten im Parlament sollte die Notwendigkeit einer Wärmewende jedoch außer Frage stehen, schließlich sind Wärmeanwendungen für mehr als die Hälfte des deutschen Energieverbrauchs verantwortlich.
Nun handelt es sich bei der Vision klimagerechten Wohnens nicht nur um eine ökologische Frage, sondern auch um eine soziale. Insbesondere angesichts der steigenden Mieten und des stockenden Wohnungsbaus stellt sich die Frage, inwiefern die aktuelle Wohnungspolitik mit dem Gemeinwohl vereinbar ist. Im Bürgerschaftshaus Bocklemünd findet deshalb eine Konferenz zum Spannungsverhältnis von Wärmewende und Mietpreisen statt. Die Tagung startet mit einem Vortrag von Prof. Rosalie Arendt der University of Twente zur Bezahlbarkeit energieschonender Wohnungen, es folgt ein Block zu klimagerechten Nachbarschaften mit einem Input des Klimaveedels Neubrück. Nach einer Kaffeepause wird André Juffern, Geschäftsführer des Deutschen Mieterbunds NRW, ein Forderungspapier des Mieterbundes sowie der Deutschen Umwelthilfe vorstellen. Teil der insgesamt elf Kernforderungen sind unter anderem eine gerechte Verteilung des CO2-Preises, eine Senkung der Stromsteuer auf das EU-Minimum und eine flächendeckende Einführung der Energiebedarfsausweise.
Darüber hinaus sollen laut dem Mieterbund insbesondere die energetisch schlechtesten Gebäude durch Mindest-Effizienzstandards priorisiert werden. Auch eine Nachschärfung der Mietpreisbremse und eine Vergrößerung des Bestandes an Sozialwohnungen sind in dem Papier enthalten. „Unser Ziel ist es, dass die Energiewende sozial gerecht stattfindet, die bereits bestehende Überforderung vieler Mieterhaushalte gelöst wird und eine faire Verteilung der notwendigen Transformationskosten zischen Mieter:innen, Vermieter:innen und dem Staat stattfindet“, erklärt André Juffern.
Wie kann die Wärmewende beim Wohnen sozial gestaltet werden? | Sa 4.11. 12.30 Uhr | Bürgerschaftshaus Bocklemünd | www.rosalux.de
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