Mit 18 Jahren auf dem Buckel hat das Sommer-Special „Gratis und nicht umsonst“ des Atelier-Theaters schon ein stolzes Alter erreicht. Das Prinzip ist dabei immer noch das Gleiche: Von Anfang Juni bis Ende August treten im Wochentakt Comedians und Kabarettisten für umsonst auf der kleinen Bühne des Wirtz-Hauses auf, um die Gunst des Publikums zu gewinnen. Vier Abende mit jeweils zwei mal zwanzig Minuten haben sie dafür Zeit.
Auch in diesem Jahr haben die Geschäftsführerin Rosa K. Wirtz und ihr Mitarbeiter Torsten Schlosser eine illustre Runde von Künstlern für das Programm gewinnen können. Darunter zum Beispiel das Duo Volk und Knecht: Die Autorin Andrea Volk und Sängerin Nina Knecht treten nach einer zweijährigen Babypause erstmals wieder gemeinsam auf, um ihr Programm „Auf den Hengst gekommen“ vorzustellen – eine Comedy-Krimi-Show, die auf Volks gleichnamigem Buch basiert.
Auch die WDR 2-Moderatorin Gudrun Höpke ist mit von der Partie, die sich in selbstkomponierten Liedern und eigenen Texten mit den Tücken des Alltags, etwa dem Dickicht der Singlebörsen, auseinandersetzt. Die Schauspielerin Christiane Olivier hingegen schöpft vor allem aus dem Generationenkonflikt mit ihrem 17-jährigen Sohn.
Für Humor schwärzerer Machart ist der Exilwiener Matthias Seling zuständig, der sich nach 15 Jahren in der Domstadt endlich als echter Kölner fühlt: Er sei „kontaktfreudig, oberflächlich und Vollalkoholiker.“ Erotische Hochspannung versprechen hingegen Hildegart Scholten und ihr Pianist Daniel Slawik, die sich als Duo Libido der triebhaften Seite der menschlichen Existenz widmen.
Die junge Generation ist mit dem 20-jährigen Kölner Poetry-Slammer und Fernseh-Autor Fabian Köster und der 1Live-Radioreporterin Maike Greine würdig vertreten. Ebenfalls aus dem Poetry-Slam kommen Sascha Thamm und Lasse Samström, der sich auf die unterschätzte Kunst des Schüttelreims spezialisiert hat.
Für die Auswahl der Künstler war in diesem Jahr erstmals Torsten Schlosser zuständig, der seit vergangenem Jahr zum Team des Atelier-Theaters gehört und auch selbst als Comedian erfolgreich ist. Auffallend an der Liste der Mitwirkenden ist die fast paritätische Geschlechterverteilung – ungewöhnlich für das immer noch männlich geprägte Comedy-Fach. Im Atelier-Theater ist dies jedoch keine Seltenheit. „Es ist ein persönliches Anliegen von Rosa Wirtz, weibliche Künstler zu fördern, indem wir ihnen unser Bühne zur Verfügung stellen“, sagt Schlosser.
Gerade weil der obere Raum des Wirtz-Hauses eher übersichtlich wirkt, nehmen die Künstler ihren Auftritt nicht auf die leichte Schulter. „Man ist dem Publikum räumlich sehr nahe“, sagt Christoph Schlewinski vom Duo Fußpflege Deluxe. „Das kann toll sein, wenn der Funke überspringt, aber wenn nicht, ist auch die Stille sehr nah.“ „Es ist eine recht harte Bühne“, fügt Andrea Volk hinzu. „Es gibt keine große Inszenierung und der Kühlschrank steht direkt nebenan und brummt. Gleichzeitig lassen sich so aber auch, quasi ,nackt‘ ,viel einfacher neue Dinge ausprobieren.“
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