Bühne.

Abgelacht, bis die Schwarte kracht

Jede Menge Spontanspaß beim 8. Kölner ImproFestival – Komikzentrum 03/13

Es sieht ganz einfach aus, ist es aber nicht: Improvisieren will gelernt sein. Wer glaubt, er könne auf Zuruf lustige Geschichten erfinden, sollte sich erst mal auf einem Kindergeburtstag ausproben – und dabei merken, wie schwer es ist, andere zum Lachen zu bringen. Wobei man die Kunst, aus dem Stegreif Szenen und Sketche zu erfinden, durchaus trainieren kann.

Jugendfrei

Über Nachwuchsprogramme – Theaterleben 03/13

Bevor wir zu den schöngeistigen Dingen des Theaterlebens kommen, präsentieren wir wieder (kriminelle) Verschwendungen und damit Einsparvorschläge im Sinne des Kölner „Bürgerhaushaltes“: Kölns geplante Archäologische Zone inklusive noch zu erbauendem Jüdischem Museum sorgt nicht nur aufgrund der geschätzten Baukosten von über 51 Millionen Euro und Kosten für den laufenden Betrieb von jährlich 3 Millionen Euro für Aufregung.

Poetry in Motion

„Das Sausen der Welt“ von PeterLicht – Auftritt 03/13

Die Bühne sieht aus wie eine Turnhalle beim Abschlussball. Zwei Seiten sind mit silbernen Vorhängen geschmückt, links stehen ein Flügel und ein langer Tisch mit Instrumenten und Notebooks, hinten rechts eine lange Bank. Auch die elegante Kleidung der eintretenden Schauspieler, Musiker und Sänger könnte auf ein Fest hinweisen.

Gefühle buchstabieren

Jörg Ritzenhoff und Barbara Fuchs mit Musik- und Tanz-Event – Tanz 02/13

Jörg Ritzenhoff findet Fado langweilig. Deshalb hat der Komponist für sein Projekt „fadofade“ 16 europäische Musiker aufgefordert, ein Lied im traurigen Musikstil der Portugiesen zu singen.

Warm-up fürs Leben

„Von Genen und anderen Zufällen“ von Futur3 – Theater am Rhein 02/13

Was andere über mich sagen. Was ich mal werden will. Wünsche für die Zukunft. Über solche Dinge gibt man in der Schulzeit kurze Statements ab, früher in Freundschaftsbüchern, heute in Sozialen Netzwerken. Sternzeichen, Lieblingsfarbe, Lieblingsflüche – mit einem steckbriefartigen Warm-up stellen sich auch die drei Performer von Futur3 vor.

Globales Kissenstemmen

Brachland Ensemble performt die Arbeit – Theater am Rhein 02/13

Arbeit wird wieder pandemisch. Sie frisst sich in immer mehr Bereiche hinein, die man im bürgerlichen Zeitalter davon zu befreien versucht hat. Kindheit, Freizeit, Rente – gearbeitet wird jetzt eigentlich immer. Das Brachland Ensemble blättert ein Leben durch auf der Suche danach, wie sich das mental, psychisch und körperlich niederschlägt.

Schauspielkunst hoch 3

„Foxi, Jussuf, Edeltraud“ am Schauspiel – Theater am Rhein 02/13

Auf dem Garderobentisch liegt eine Reihe Schnäuzer zum Ankleben parat, vor dem Schminkspiegel warten Lippenstift und Ohrclips. Mit Krawatte zum Anstecken, einer dezent poppigen Brille und Lagerfeld-Zopf tritt Markus John zuerst auf die karge Bühne und spricht als Museumswärter Jussuf zu uns.

Die Machbarkeit des Krieges

Im Freien Werkstatt Theater beschäftigt sich Judith Kriebel mit den Auslandseinsätzen der Bundeswehr – Premiere 02/13

Regisseurin Judith Kriebel bringt Richters Kurzstück „Deutlich weniger Tote“ auf die Bühne.

Alle Deppen heißen Manfred

Thomas Lienenlüke revanchiert sich, und Pelzig stellt sich – Komikzentrum 02/13

Dass die Karnevalssession vergleichsweise kurz ist, mag der eine bejubeln, der andere bedauern: Egal, denn auch nach Aschermittwoch darf gelacht werden. Schließlich existieren eine ganze Reihe unterschiedlicher Theorien über den menschlichen Humor. Wo genau er verortet ist, haben weder Wissenschaftler noch Philosophen herausgefunden.

Falscher Fluss

Köln zahlt am besten – Theaterleben 02/13

Wenn Feuerwehrtöpfe aufgelegt werden müssen, um Theatersterben abzuwenden, und heftige Einschnitte bei Sozialeinrichtungen und Bürgerhäusern angekündigt werden, sollten bei jedem, der sich um die Stadtgesellschaft, die hiesige Theaterlandschaft und Kultur sorgt, die Alarmglocken läuten.

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