Die Finanzprobleme der Kölner Bühnen schlagen hohe Wellen: Die Kölner Operverbucht unter Uwe Erik Laufenberg aktuell ein Millionen-Euro-Minus. Schauspielintendantin Karin Beier lässt die Prämiere von Maxim Gorkis „Die Letzten“ gleich ganz ausfallen, um ihren Etat im grünen Bereich zu halten.
Da steht er nun, der Wutbürger, und probt den Aufstand. Was wörtlich zu nehmen ist. Schauspielhaus-Chefin Karin Beier spiegelt die Politik in der Kunst und inszeniert eine Orchesterprobe. Stühle räumend schlurft Michael Wittenborn als Hausmeister-Faktotum zu Beginn rein und raus.
Unnachahmliche Mischung aus Musik und Nonsens: Helge Schneiders musikalische Standup-Comedy bleibt ein meisterliches Unikat, wie seine laufende „Buxe voll“-Tour unter Beweis stellt.
Warum stürzen sich die Theater zwar auf Ibsen, aber kaum auf diesen Text, der so den Nerv der Zeit trifft? Ein Badearzt deckt auf, dass das Wasser im Heilbad vergiftet ist, für dessen Lage neben dem Wasserkraftwerk sein Bruder, der Bürgermeister, verantwortlich ist.
Das feierliche Läuten der Domglocken und die Stimme eines Kommentators im Ohr, der beschreibt, was in diesem Moment geschieht. Ich gehe in die Kathedrale, sehe trauernde Menschen, festlich gekleideten Klerus, höre das Kyrie – Stopp. Moment.
M wie Money. Fest umklammert Papa Harpagon den blauen Buchstaben aus dem Wort HOME, das in großen Lettern auf der Bühne im Theater der Keller steht. Geld ist ihm sein Lebensinhalt, sein Sohn Cléanthe nennt ihn deshalb einen Kotzbrocken und hätte doch so gern sein Stück vom Kuchen.
Zwei Schimmel stehen im Innenhof des ehemaligen Bonner Behördenhauses und knabbern Grünzeug. Ein Stromzaun beschneidet ihre Freiheit. Ein ebenso weißer Gattungskollege aus Pappmaché hat dafür weiter hinten einen Lampenschirm auf dem Kopf, dazu wandert der Polizeichor in Uniform und baumelnder Knarre im Viereck und singt wie Beethovens Gefangenenchor. Oh welche Lust?
Das Stück der Regisseure Monika Gintersdorfer und Knut Klaßen mit dem provokanten Titel „Jede Minute mit einem Illegalen ist besser als wählen“ beschäftigt sich mit dem Leben illegaler Migranten. choices sprach mit Gintersdorfer und Schauspielern über die Vorlage und Umsetzung des Stücks.
Es gibt einen „und jährlich grüßt das Murmeltier“-Effekt, der sich unweigerlich einstellt, sobald man das Programmheft des Köln Comedy Festival (13. bis 29.10.) zur Hand nimmt
Kölns Schauspielintendantin Karin Beier vwird die Domstadt 2013 nach furiosen acht Jahren verlassem. Stefan Bachmann, Regisseur und ehemaliger Intendant des Theater Basel, soll die Geschicke des Kölner Schauspiels von dort an leiten.
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