Ein Dekadent verirrt sich in den Mythos. Orest läuft das Blut über den Oberkörper, er stellt die abgeschlagenen Köpfe seiner Mutter und ihres Liebhabers auf, sieht die Rachegöttinnen, die Erinnyen, herannahen – und bleibt die Ruhe selbst.
Die Schauspielerin Aurelie (Lisa Bühl) verzweifelt an ihrer Liebe zu Lothario. Bei den Proben zu „Hamlet“ ist sie ein Nervenbündel oder einfach eiskalt – bis ihr Kollege Wilhelm Meister (Jonas Baeck) sie zu einem Wutausbruch provoziert.
In diesem Jahr feiert das Tanz- und Theaterfestival „Globalize Cologne“ sein 5-jähriges Jubiläum. Doch scheint es damit auch an der Zeit zu sein, einige Änderungen und Neuerungen einzuführen: Globalize zieht sich neu auf und zugleich in den Ufa-Filmpalast um.
Von wegen nichts zu lachen! Kaum hat man sich von dem Spaß-Marathon namens Köln Comedy Festival einigermaßen erholt, geht es munter weiter mit den sinnstiftenden Angeboten, sich die unüberschaubare Welt kleinzuschnitzen.
Die Finanzprobleme der Kölner Bühnen schlagen hohe Wellen: Die Kölner Operverbucht unter Uwe Erik Laufenberg aktuell ein Millionen-Euro-Minus. Schauspielintendantin Karin Beier lässt die Prämiere von Maxim Gorkis „Die Letzten“ gleich ganz ausfallen, um ihren Etat im grünen Bereich zu halten.
Da steht er nun, der Wutbürger, und probt den Aufstand. Was wörtlich zu nehmen ist. Schauspielhaus-Chefin Karin Beier spiegelt die Politik in der Kunst und inszeniert eine Orchesterprobe. Stühle räumend schlurft Michael Wittenborn als Hausmeister-Faktotum zu Beginn rein und raus.
Unnachahmliche Mischung aus Musik und Nonsens: Helge Schneiders musikalische Standup-Comedy bleibt ein meisterliches Unikat, wie seine laufende „Buxe voll“-Tour unter Beweis stellt.
Warum stürzen sich die Theater zwar auf Ibsen, aber kaum auf diesen Text, der so den Nerv der Zeit trifft? Ein Badearzt deckt auf, dass das Wasser im Heilbad vergiftet ist, für dessen Lage neben dem Wasserkraftwerk sein Bruder, der Bürgermeister, verantwortlich ist.
Das feierliche Läuten der Domglocken und die Stimme eines Kommentators im Ohr, der beschreibt, was in diesem Moment geschieht. Ich gehe in die Kathedrale, sehe trauernde Menschen, festlich gekleideten Klerus, höre das Kyrie – Stopp. Moment.
M wie Money. Fest umklammert Papa Harpagon den blauen Buchstaben aus dem Wort HOME, das in großen Lettern auf der Bühne im Theater der Keller steht. Geld ist ihm sein Lebensinhalt, sein Sohn Cléanthe nennt ihn deshalb einen Kotzbrocken und hätte doch so gern sein Stück vom Kuchen.
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