„Du bist der üble Hetzer“, brüllt Othello und drängt Jago mit dem Unterarm an die Wand. Er legt seine Hand an den Kehlkopf des Manipulators und drückt zu, als ob er dem Intrigantentum, der Bosheit und Niedertracht einfach die Luft abdrehen wollte...
Der beliebte Kinderkrimi von Erich Kästner umgekrempelt: Regisseur Frank Hörner versetzt das Stück an der Comedia Köln in die JVA Köln-Ossendorf. Mit schriller Komik, einer Musikcollage und einem überraschenden Bühnenbild ist das Stück nicht nur für Kinder spannend.
Gerd Buurmann und Hildegart Scholten präsentieren Kunst gegen Bares - jeden Montag Abend im artheater in Ehrenfeld.
In Ihrem neuen Stück nimmt sich die Regisseurin ein Kinderbuch Claude Boujons vor. Darin kommen sich das flüchtige Kaninchenkind Miki und Fuchssprössling Viki überraschend näher. Eine bezaubernde Geschichte um Feindschaft, Freundschaft, Freiheit.
Gute Vorsätze finden die Vier von der „Schlachtplatte“ vermutlich komplett daneben. Sie halten eher etwas von einer deftigen kabarettistischen Mahlzeit, in deren Verlauf sie die ultimative „Endabrechnung“ vorlegen:
High-Heels lässt man besser zu Hause. Sie eignen sich schlechterdings nicht, um über das löchrige Baustellengerüst zu laufen, das die Szenerie im Loft der EXPO XXI galerieartig umgibt.
Es ist ein merkwürdiges Wesen (Gwendolin Gemmrich), das über die Bühne der Orangerie tanzt. Bekleidet mit einem fleischfarbenen Lendenschurz und einem Bustier stakst es mit gebeugtem Rücken und ständig sich windenden Armen durch eine Skulpturenlandschaft.
Treffen sich Oswald Spengler, Robert Walser und Walter Benjamin auf der Bühne. Fragt der eine: „Was macht ihr?“ Sagt der andere: „Schluss.“ Walser hat sich da schon den Karton mit seinen letzten Dingen unter den Arm geklemmt, nachdem lange von seinem Verschwinden und vom Schrumpfen seiner Sütterlin-Buchstaben die Rede war.
Die Liebe ist ein seltsames Spiel, und ihre Nichterfüllbarkeit führt zu extremen Situationen. Regisseur Lothar Kittstein hat in der Bonner Halle Beuel aus dem bereits mehrfach verfilmten Roman „Der große Gatsby“ von F. Scott Fitzgerald eine stark reduzierte Fassung destilliert.
Daniel Schüßler widmete sich mit dem ANALOG-Theater Leni Riefenstahl, jener kontroversen Figur der Filmgeschichte, die für Schüßler einiges über unseren Umgang mit der nationalsozialistischen Vergangenheit aussagt.
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