
Chopin – Eine Sonate in Paris
Frankreich, Polen 2025, Laufzeit: 134 Min., FSK 12
Regie: Michal Kwiecinski
Darsteller: Eryk Kulm, Josephine de la Baume, Victor Meutelet
Bewegendes Biopic über den Komponisten
Nicht ohne seine Geliebte
„Chopin – Eine Sonate in Paris“ von Michał Kwieciński
Auch wenn Kwieciński betont, dass sein Film keine lineare Biografie des berühmten Komponisten ist, erfahren wir viel von Chopins Leben und Werken. Als Kind in Polen von den Eltern früh musikalisch gefördert, später in Paris vom König bewundert und von Fans verehrt, sehen wir Chopin als eine charismatische Figur – die in der Öffentlichkeit gerne feiert und gefeiert wird, im Privatem aber unter Zweifeln und Krankheit leidet. Als die Schriftstellerin George Sand in sein Leben tritt, erkennt sie die Verletzlichkeit, die der Partymensch hinter seinen Exzessen versteckt. Sie schafft den Raum, den er braucht, um seine außergewöhnlichen Werke zu komponieren. Daher hätte sie mehr als nur eine Randerscheinung spielen müssen, während männliche Zeitgenossen, wie etwa Liszt, viel Raum einnehmen.
(Tina Adomako)
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