choices: Frau Müller, hat bis 2020 der digitale Film in 3D endgültig gesiegt?
Petra Müller: Nein, glaube ich nicht. Es wird wahrscheinlich beides geben: 3D und 2D parallel, nicht jede Geschichte braucht 3D. Außerdem wird die Technik auch in Zukunft immer Mehrkosten verursachen, jeder Produzent muss da gut überlegen.
Wird es 2020 noch richtige Kinos geben?
Das Kino ist und bleibt ein besonderer Ort. Filme auf dem Bildschirm, TV, Handy oder dem iPad können die große Leinwand nicht ersetzen. Die größte Konkurrenz sehe ich in den immer besser ausgestatteten „Heimkinos“. Also müssen Kinos etwas für die Erlebnis- und Aufenthaltsqualität tun, ihre Zielgruppen kennen und binden. Sie müssen einen spürbaren Mehrwert bieten.
Wird die Filmstiftung NRW dann noch Filme fördern? Oder eher Games für die Leinwand und das Fernsehen adaptieren?
Die Förderung von klassischen Filmprojekten fürs Kino oder Fernsehen bleibt Mittelpunkt unserer Arbeit. Mit Blick auf die digitale Medienentwicklung macht es aber Sinn, das Aufgabenfeld der Filmstiftung erweitern. Die Förderung sogenannter innovativer audiovisueller Inhalte, also Games, Web, Mobile oder 360°-Inhalte, sind ein wichtiger Baustein einer zukunftsorientierten Talentförderung.
Was sollte uns auch in zehn Jahren erhalten bleiben?
Die Begeisterung, die Neugier auf Geschichten, die Offenheit für neue Formen und Ästhetiken, die Auseinandersetzung mit komplexen und relevanten Inhalten, in welchem Medium auch immer sie uns begegnen. Wir leben in einer zunehmend audiovisuellen Kultur, wir brauchen Reflexion und Kritik, Diskurs
und Streit.

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