choices: Herr Frank, hat Köln 2020 einen ausgeglichenen Haushalt?
Jörg Frank: Ja, der Ausgleich der Aufwendungen und Erträge wird erzielt sein. Da bin ich optimistisch, weil die Bedeutung der Städte für die gesellschaftliche und soziale Integration auch bundes- und europapolitisch zukünftig stärker erkannt wird und eine bessere Finanzausstattung für die Städte durchgesetzt werden kann. Allerdings wird der Kölner Schuldenstand von derzeit 2,6 Milliarden Euro auch in zehn Jahren nicht deutlich abgebaut sein, dafür ist der Sanierungsstau in fast allen Bereichen von den Rheinbrücken bis zu den Kultureinrichtungen einfach zu groß.
Hat die Immobilien- und Bodenpolitik noch die Bedeutung wie heute?
Köln hat bis 2015 weiterhin Einwohnerzuwachs. Dazu trägt Kölns Attraktivität für unterschiedliche Lebensstile und das kreative Flair bei. Die Nachfrage nach erschwinglichem Wohnraum wird steigen ebenso wie der Flächenbedarf, auch wegen des Zuwachses an Singlehaushalten. Überhaupt wird Fläche verstärkt zum knappen Gut, weil ja auch Urbanität, Lebensqualität und Ökologie gefördert werden sollen. Dabei verbietet sich Flächenfraß in den Außenbezirken. Ein politisches Lösungsmodell liegt in einer sozial gerechten Bodennutzung, die München schon heute anwendet.
Wird Köln in zehn Jahren grüner sein?
Angesichts der schon jetzt spürbaren Folgen des Klimawandels wird die Stadt durchgrünt sein. Dachbegrünung ist 2020 Standard. Autoverkehr spielt in der City dann nur noch eine ungeordnete Rolle. Öffentlicher Nahverkehr und Radfahren sind vorherrschend.
Auch grüner in der Politik?
Trotz aller Widerstände, grüne Konzepte werden sich durchsetzen, wenn wir ausdauernd und umsichtig dafür arbeiten.

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