Gäbe es keinen Journalismus, müsste man ihn erfinden. Wer würde schon auf eine unabhängige Instanz verzichten wollen, die gesellschaftlich relevante Probleme verständlich, sorgfältig und wahrheitsgemäß aufbereitet?
Ich bin doch nicht rechts! – lautet die Reaktion oft, wenn man Menschen darauf hinweist, dass sie rechtsaußen verortete Standpunkte vertreten.
Es gibt wirklich Wichtigeres als unsere Lebensgrundlagen! Zu diesem Ergebnis sind Regierungen und Gesellschaften offenbar gekommen. Vor wenigen Jahren erst schien das Bewusstsein dafür rasant gestiegen.
Gesundheit ist kein Geschäft! Das galt einst für die Krankenhäuser der Bundesrepublik. Ihnen war es gesetzlich untersagt, Gewinne zu machen. Es gab also kaum Anlass zur Sorge, eine Behandlung könnte bloß ob ihrer Gewinnmarge empfohlen werden oder es würde an Personal gespart, um Kosten zu senken.
Dass Regieren fiskalische Freiräume erfordert, räumte der kommende Bundeskanzler Friedrich Merz nach dem Unions-Wahlsieg umgehend ein. Freiräume also, die seine Partei in der Opposition leugnete und verhinderte – womit sie die Krise in Deutschland vorangetrieben hat.
Kaum eine Ladenkasse kommt ohne Alkoholregal aus. Im letzten Augenblick kann man hier zum Likör greifen, und wer sich beim Gang entlang den Regalen beherrschen musste, den Einkaufswagen nicht mit Bier, Wein oder Schnaps zu füllen, sieht sich einer letzten Prüfung gegenüber.
Kriege haben die Welt gemacht. Verteilung von Macht und Ressourcen, Grenzen oder kulturelles Selbstverständnis hängen maßgeblich ab von bewaffneten Konflikten, Fragen von Kriegsschuld, Erinnern oder Versöhnen trennen oder einen Gesellschaften.
Die vierte vorgezogene BRD-Bundestagswahl steht an. Unzählige Sorgen und Hoffnungen verknüpfen sich damit. Sie betreffen die Wirtschaftskrise, Lebenshaltungskosten, Krieg oder Infrastruktur. Dergleichen wird allerdings überschattet vom Streit um Migration.
Früher war alles besser, sogar die Zukunft! – lautet eine dem Satiriker Karl Valentin (1882-1948) zugeschriebene Pointe. Vergangenem nachzusinnen gilt häufig als Marotte von Menschen, die im Bedauern gefangen sind.
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