Mit sanfter Stimme stellte Vijay Iyer sich und seine Bandmitglieder dem Publikum im Pavillon der Essener Philharmonie vor. Danach zeigte sein Trio, warum es zur Zeit zu den international angesagtesten Jazz-Bands gehört.
Die chinesische Künstlerin Yin Xiuzhen kämpft von Peking aus gegen die ungezügelte Beschleunigung des Fortschritts. Eine Ausstellung in der Düsseldorfer Kunsthalle zeigt einen großartigen Überblick über ihr Schaffen.
Irish-Punk muss nicht immer gleich klingen und findet auch ohne eine Tin Whistle statt. „The Porters“ haben das bei ihrem Konzert in der Alten Feuerwache Duisburg am Samstag bewiesen.
Klassentreffen funktionieren nach dem Motto „Bekannte Gesichter, gemischte Gefühle“. Man hat sich Jahre nicht gesehen, hat sich angeblich verändert; private Bulletins und berufliche Statusberichte sollen das beglaubigen. Dann stellt sich jedoch schnell wieder die alte Hackordnung her.
Das muss ihm erst mal jemand nachmachen: Seit 18 Jahren leitet der Kulturmanager Rick Takvorian das Schrittmacher Dance Festival Aachen. Seit letztem Jahr mit dem Zusatz „just dance“, also einem besonderen Bekenntnis zum Tanz, wohl weil der allzu oft im Theatralen oder Performativen unterzugehen drohte.
Mit Mitte 50 wollte es Giuseppe Verdi noch einmal wissen. Paris sollte ihm zujubeln für seine letzte „Grand Opéra“, die er für die Weltausstellung 1867 komponiert hatte. 270 Proben und acht Monate dauerte die Einstudierung seines „Don Carlos“ – um am Ende einen frustrierten Komponisten, ein nur mäßig begeistertes Publikum und mäkelnde Kritiker zu hinterlassen.
Gehören Sie auch zu denen, die letzten November an einem Samstagmorgen um 10 Uhr aufgestanden sind, um einen Vormittag voller enttäuschter Hoffnungen vor ihrem Computer zu verbringen? Kraftwerk, das einzige Düsseldorfer Pop-Projekt von Weltrang, hatte acht Konzerte in der Heimatstadt angekündigt – die Server brachen unter der Last der Karten-Nachfrage zusammen.
Das Domicil in Dortmund, die Klangbrücke in Aachen, der berüchtigte Bunker Ulmenwall in Bielefeld und der Ort in Wuppertal sind just mit Landesmitteln ausgestattet worden, die Spielstättenprogrammprämien genannt werden. Bewertet wurde das Programm der Wintersaison, für die vier Sieger gibt es 10.000 €, damit können die Privatbühnen tatsächlich etwas anfangen
Nachdem das Grenzlandtheater im letzten Jahr bewiesen hatte, dass man ein Broadway-Musical („Der Mann von La Mancha“) durchaus ohne Qualitäts-Einbußen auf einer kleinen Bühne produzieren kann, fuhr man dieses Mal nur mit der Frage nach Aachen.
Zu den derzeit wichtigen und gewiss auch attraktivsten Ausstellungen in NRW gehört die Schau der Gemälde von Peter Paul Rubens im Von der Heydt-Museum in Wuppertal.
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