Gibt es wohl so etwas wie ein Sommerinstrument? Die Vuvuzelas aus Südafrika strahlten als Alptraum vom Schwarzen Kontinent, sie besetzen unumstritten Platz 1 unter den nervigsten Stimmungshupen. Aber ein angenehmer Sommerwind lässt sich natürlich am leichtesten von einem Blasinstrument imitieren, und warm ist der Hauch auch noch: Körpertemperatur wahrscheinlich. Mein Sommerinstrument ist die Zugposaune. Sie ist die Lyrikerin unter den Blechblasinstrumenten, ein viel belachter Clown im Happy Jazz, Verkünder einer Frühschoppengemütlichkeit im Dixieland und Klangträger bei festlichen Straßenumzügen. Aber immerhin ließen Posaunen auch ganze Stadtmauern einstürzen, Karlheinz Stockhausen bewaffnete in seiner „Lichtoper“ Luzifer mit diesem Instrument, und der Posaunist Christian Lindberg schrieb ein Posaunenkonzert für das im Solokonzertleben völlig unterbelichtete Instrument, in dem der Posaunist auch das Orchester dirigiert: Lindbergs Rache an allen eitlen Dirigenten, so verriet er. Selbst dieses Ernste Konzert ist witzig, unangepasst und unterhaltsam.
Das geht einem schon unter die Haut, wenn plötzlich eine Welle durch das Parkett schwappt und sich das Publikum auf breiter Front von seinen Sitzen erhebt. Standing Ovation für 17 buddhistische Kampfmönche aus dem legendären Shaolin-Tempel in der chinesischen Provinz Henan. Ausgestattet wie Banker in grauen Geschäftsanzügen tanzen sie eine Choreographie des flämisch-marokkanischen Tänzers Sidi Larbi Cherkaoui. In Köln ist Gastspiel-Time angesagt. Nach der Trennung von Amanda Miller und ihrer Truppe pretty ugly war noch Geld für den Tanz übrig. Die Bemühungen, einen namhaften Choreographen für ein hauseigenes Ensemble zu finden, waren nicht von Erfolg gekrönt. Kein Wunder, hätten sich der neue Mann oder die neue Frau doch gleich in den Provisorien eines jahrelangen Interims wiedergefunden, da Schauspiel und Oper vor einer grundlegenden Renovierungsphase stehen. Wenn schon keine eigene Truppe, dann wenigstens ein paar internationale Pralinés der Tanzkunst für ein Publikum, das schon seit dem Aus von Jochen Ulrichs Tanzforum Mitte der Neunziger Jahre ohne diesen Zweig der darstellenden Kunst auskommen muss.
Wenn Underground im Zusammenhang mit dem Musikgeschäft überhaupt noch irgendwas bedeutet, dann ist es „reichlich Arbeit“. Martin Juhls kann davon ein Lied singen. Nicht nur versorgt er Journalisten mit Infos über die elektronische Musikszene Dortmunds wie das Juicy Beats oder die DJ-Picknicks im Westpark...
Sie sehen aus wie Hautpickel mit Stromleitung, kleben den Darstellern auf Stirn oder Wange, und man bemerkt sie meist erst, wenn sie nicht funktionieren. Mikroports gehören inzwischen zum Schauspieleralltag und beschleunigen den Vormarsch der Technik im Theater. Die Bühne als Bollwerk der Live-Ästhetik – das war einmal.
Jeder, der schon mal danach gesucht hat, weiß: Kneipen, die sich dem kulturellen Treiben zwischen...
„Mir hat dieser Abend wirklich Spaß gemacht“, meinte Dusko Goykovich, eine der letzten lebenden...
Es muss nicht immer die ganz aktuelle Kunst sein, die für Aufsehen sorgt. In NRW haben sich gleich sechs Museen zusammengetan, um einen einzigen Künstler des 19. Jahrhunderts vorzustellen und ihm zu größerer Aufmerksamkeit zu verhelfen.
Auch dieses Jahr hat BB-Promotion wieder drei international erfolgreiche „Shows“ zum Sommerfestival in die Kölner Philharmonie eingeladen. Den Anfang macht die Oper „Porgy and Bess“ (16.-25.7.), die eigentlich ein Musical werden sollte. Denn nach dem Erfolg des Romans und Bühnenstücks „Porgy“ hatte der Broadway schon seine Fühler ausgestreckt.
Was ein Genie ist, darüber ist sich selbst Wikipedia nicht einig. In der Kunst wird Neo Rauch derzeit als Maler-Genie gefeiert. Viele, die mit seinen postsozialistischen Tableaux wenig anfangen können, werden das anders sehen. Im Tanz wagt sich bislang niemand, einen Tänzer oder Choreografen als Genie zu bezeichnen.
Diskussionen um den Niedergang des Klassikpublikums flammen immer wieder auf, das Jammern um die fehlende musikalische Ausbildung der heutigen Jugend ist groß, verschiedene plakative und repräsentative Aktionen von politischen Parteien und von Musik-Vermarktern wurden gestartet.
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