Moers und Mülheim liegen sowohl geographisch wie im Alphabet relativ nah beieinander. Das ändert sich diesmal gravierend im Juni, wenn beide Kulturstädte sich dem Thema Jazz zuwenden:
Normalerweise ist das Wehklagen unter Akteuren und Amtsträgern kommunaler Kultur groß, wenn die Zukunft einer ihrer alteingesessenen Institutionen infrage steht.
Die Jazzszene NRW hat einiges zu bieten, das ist keine neue Botschaft. Aber ein Festival ganz auf heimische Kräfte zu konzentrieren und prominente Gäste einzuladen, das könnte als Spezialität der Hildener Jazztage ausgelegt werden.
Ich habe eine Schwäche für Tonträger. Nur wenige Dinge lassen mich derart grinsen wie ein Subbass, der auf Vinyl mit aufwändigem Coverdesign daherkommt. Das ist nichts Besonderes, so dachte ich zumindest immer. Aber meine Liebe zu gut verpackten Tönen scheint seltener zu werden.
Das Alte Pfandhaus ist als Jazzbühne ein sehr ungewöhnlicher Ort. Es fängt damit an, dass es eigentlich keine Bühne gibt. Die einstige Versteigerungshalle gleicht einem Mini-Amphitheater, und das birgt auch die imposanteste Qualität dieser Spielstätte, von der Publikum und Künstler zu gleichen Teilen profitieren.
Eines kann man über die Musikszene Duisburgs mit Sicherheit nicht sagen: dass es dort einen Überfluss an Orten gäbe, in denen Livemusik gespielt wird. Dementsprechend hart traf es Musiker und Fans, als bekannt wurde, dass der in der Innenstadt gelegene Jazzkeller Djäzz vom städtischen Ordnungsamt mit einer Sperrzeitverlängerung belegt wird...
Manchmal, so meint Bobby, fühlt sich seine Stimme so an, als wäre nur Schlamm in seinem Mund. Aber er singt dann trotzdem, mit dem, was übrig ist. Und immer reicht das auch noch. Für seine Schüler auf der ganzen Welt hat er auch tolle Ratschläge. Bobby: „Wenn ihr Halsschmerzen habt, dann singt einfach drum rum!“ Hört sich einfach an. Aber Bobby kann es vermitteln. Und es geht: Mit Technik!
Blasmusik, och ja, dicke Backenmusik, och nee, muss nicht sein. Bayerische Blechbläser in Krachledernen, die können gut sein, müssen aber nicht. Trompetende Volksmusikstars oder als Kölner Spezialität karnevalistische Trompetenvirtuosen, die sich im Studio von jungen Studierten die Titel aufblasen lassen – nee, darf eigentlich nicht sein. Aber all das ist genau so seit Jahren, und diese klingende Apokalypse hat das Bild von der Blasmusik geprägt wie Mathis der Maler die Vision von den Schrecken des jüngsten Gerichts. Dabei gilt gerade für die Blechblasmusik: Es existiert gute und schlechte, und das in allen Sparten und zu allen Zeiten.
Unter den Überzeugungsträgern von engen Jeans geht seit ein paar Monaten ein neues Gespenst um. Der Welt ist es als Witch House bekannt, wieder andere nennen es Drag. Der innere Kreis bevorzugt angeblich den Begriff Ghost Drone, aber das hat sich bis zum Erscheinen dieser Kolumne vermutlich auch schon wieder geändert. Nur eins ist sicher – seine Heimat ist das Internet, und zwar genau der Teil, wo sich Musiknerds am liebsten aufhalten. Zwischen Tumble-Logs und Soundcloud-Streams hat es sich diese Collage aus Schnipseln alter Horrorfilme, Leetspeak und verhallten Dancetracks bequem gemacht, um sie dort in der digitalen Echokammer in Richtung Unendlichkeit auszudehnen.
„Um Gottes Willen, alles, nur nicht Elvis Presley! Eher bei McDonald‘s.“ Das soll Carlos Santana jüngst auf die Frage geantwortet haben, ob er vielleicht in der Elvis-Kirche in Las Vegas heiraten wolle. Mehr als dreißig Jahre war er mit Deborah verheiratet, drei Kinder segneten die Ehe. Jetzt hat ein Beckenschlag sein Herz erschüttert, kein Handklapps auf den Jeansstoff, sondern ein Donnerschlag auf ein Crash-Messingbecken.
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