Gibt es wohl so etwas wie ein Sommerinstrument? Die Vuvuzelas aus Südafrika strahlten als Alptraum vom Schwarzen Kontinent, sie besetzen unumstritten Platz 1 unter den nervigsten Stimmungshupen. Aber ein angenehmer Sommerwind lässt sich natürlich am leichtesten von einem Blasinstrument imitieren, und warm ist der Hauch auch noch: Körpertemperatur wahrscheinlich. Mein Sommerinstrument ist die Zugposaune. Sie ist die Lyrikerin unter den Blechblasinstrumenten, ein viel belachter Clown im Happy Jazz, Verkünder einer Frühschoppengemütlichkeit im Dixieland und Klangträger bei festlichen Straßenumzügen. Aber immerhin ließen Posaunen auch ganze Stadtmauern einstürzen, Karlheinz Stockhausen bewaffnete in seiner „Lichtoper“ Luzifer mit diesem Instrument, und der Posaunist Christian Lindberg schrieb ein Posaunenkonzert für das im Solokonzertleben völlig unterbelichtete Instrument, in dem der Posaunist auch das Orchester dirigiert: Lindbergs Rache an allen eitlen Dirigenten, so verriet er. Selbst dieses Ernste Konzert ist witzig, unangepasst und unterhaltsam.
Wenn Underground im Zusammenhang mit dem Musikgeschäft überhaupt noch irgendwas bedeutet, dann ist es „reichlich Arbeit“. Martin Juhls kann davon ein Lied singen. Nicht nur versorgt er Journalisten mit Infos über die elektronische Musikszene Dortmunds wie das Juicy Beats oder die DJ-Picknicks im Westpark...
Jeder, der schon mal danach gesucht hat, weiß: Kneipen, die sich dem kulturellen Treiben zwischen...
„Mir hat dieser Abend wirklich Spaß gemacht“, meinte Dusko Goykovich, eine der letzten lebenden...
choices: Herr Gloria, Bochum Total jährt sich 2010 zum 25. Mal. Was ist zum Jubiläum geplant?
Marcus Gloria: Das 25. Jubiläum ist das Jubiläum, und obwohl es ein Jubiläum ist, werden jetzt aber nicht die alten Leichen aus dem Keller gekramt und wir lassen deshalb Bands, die vor 24 oder 25 Jahren mal wichtig waren, auftreten. Das ersparen wir uns, den Bands und dem Publikum.
Eigentlich hat Bochum Total keine Werbung nötig. Denn die beste Werbung produziert es selber. Immer wenn es Mitte Juli im „Großraum Bochum zu Verkehrsstörungen wegen einer Musikveranstaltung“ kommt, ist das Festival in der Mitte des Ruhrgebiets der Verursacher. So bekommt auch der verschnarchteste Ruhrie mit, dass die Zeit für die Fahrt in Richtung Bochum gekommen ist. Alleine bleibt man dort auf keinen Fall. Bis zu einer Million Besucher rund um das Bermudadreieck zählen die Organisatoren um Marcus Gloria (siehe Interview) mittlerweile.
Wer in den letzten fünfzehn Jahren im Ruhrgebiet ausgegangen ist, der dürfte Thomas Geier schon...
Schön, dass die Welt Platz hat für ganz schrille Typen. Erika Stucky, Performance- Künstlerin mit Schwerpunkt Musik, fühlt sich zwischen den wilden Bergen im Wallis wohl – eine Heidi des 21. Jahrhunderts. Mit Mensch und Tier lebt sie hier in Harmonie – zumindest lässt sie sich mit Ziegen an ihrer Seite abbilden.
Egal, wie schlecht es um die Kultur im Ruhrgebiet bestimmt ist, wie viele Theater und Schwimmbäder von der Schließung bedroht sind – in einem anderem Segment herrscht schon seit Jahren Konjunktur: dem der Großraumdiscos. Privatsender drehen Dokutainment im Delta Music Park, für einen Besuch in der Turbinenhalle kommen die Tanzwütigen von sehr weit her.
Jede Wurst hat zwei Zipfel. Und der Teufel scheißt immer auf den dicksten Haufen. Bedächtiges Nicken und ein stummes Genau begleiten gern solche Weisheiten. Doch worum geht es eigentlich?
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