choices: Herr Sölle, ist der Buchhandel Event-orient?
Florian Sölle: Ja, sicher, der Buchhandel verhält sich wie die ganze Gesellschaft und speziell der Einzelhandel. Klassische Lesungen reichen nicht mehr, die Palette der Buch-Events reicht von Buchpräsentationen über Themen-zentrierte Veranstaltungen bis zu neuen Formen multimedialer Vermittlung.
Wie schlagen sich Megaevents wie der Klimagipfel in Kopenhagen im Buchhandel nieder?
Trotz des Medienwirbels sind solche Ereignisse im Buchhandel nicht direkt spürbar, zumindest auf der Seite der Kunden und Leser nicht. Als Informationsquelle ist der Buchmarkt bei Großthemen durch das Internet verdrängt worden. Auf der Seite der Buch-Produzenten ist das natürlich anders. Autoren und Verlage wollen Veranstaltungen wie den Klimagipfel als Anknüpfungspunkte für Aufmerksamkeit nutzen.
Wie hoch ist der Anteil von ökologisch orientierten Büchern?
Ökologie ist nach wie vor ein relevanter Bereich beim naturwissenschaftlichen Sachbuch, wobei das Interesse an praktischen Ratgebern und tagespolitischen Themen etwas nachgelassen, dafür aber an allgemeineren naturwissenschaftlichen Fragestellungen zugenommen hat. Nachgefragt werden Autoren wie Simon Singh oder Josef H. Reichholf, die grundsätzliche Fragen der Naturwissenschaft aufwerfen und diese populär darstellen.
Kommt es noch zu Öko-Wellen?
Kaum. Das Medien und damit auch das Publikumsinteresse sind viel schnelllebiger geworden. Auch die Buchhandlungen sind dieser Schnelllebigkeit unterworfen. Die Verweildauer von Büchern im Sortiment ist viel kürzer geworden. Manchmal sind Bücher, wenn sie rezensiert werden, schon gar nicht mehr aktuell in der Buchhandlung.
Was sind die aktuellen Öko-Bestseller?
Gut verkaufen lassen sich „Das Ende der Welt, wie wir sie kannten“ von Claus Leggewie und Harald Welzer und das Klima-Sachbuch „Das Wetter von morgen“ von Fred Pearce. Und Al Gores Klima-Streitschrift „Wir haben die Wahl“ ist ein Dauerbrenner.
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