Nun ist es amtlich: Am 30. April votierten im Rat Oberbürgermeister Jürgen Roters und die drei Ratsfraktionen von SPD, Grünen und FDP – bei „freundlicher“ Enthaltung der CDU – für die Direktorin des Stuttgarter Kulturamtes Susanne Laugwitz-Aulbach als neue Kulturdezernentin der Stadt Köln. In die Zuständigkeit der 52Jährigen fielen in Stuttgart bisher u.a. die Stuttgarter Philharmoniker, die Stadtbibliothek, das dortige Stadtarchiv sowie Musikschule und Planetarium.
Warum ist es so schwierig, Erwachsenen klarzumachen, dass im Kinder- und Jugendtheater ebenso gewichtige Kunstwerke entstehen wie im Theater für die Großen? Vielleicht liegt es daran, dass in Deutschland jeder, der sich mit Kindern beschäftigt, nur als halbe Portion angesehen wird, egal ob es sich um Kinderbuchautoren, Illustratoren, Erzieher oder Kinderärzte handelt.
Ist das nur der viel beschriebene Mediziner-Sarkasmus oder die endgültige Ausrichtung des Gesundheitswesens nach kapitalistischen Regeln? Zwei Ärzte (Philipp Engelhardt, Sindy Tscherrig) mit dem Namen Dr. Schneider stehen am Bühnenrand und preisen dem Publikum ihre Produktpalette an: Live-Transplantation, Blutwäsche, Organschnipselei – alles steht auf der medizinischen Speisekarte.
Die Impulse Theater-Biennale 2013 findet statt. Noch im Dezember 2012 drohte das finanzielle Aus. Im Februar 2013 haben dann die Stadtsparkasse KölnBonn und das Land Mittel zur Verfügung gestellt. Der Gesamtetat liegt immer noch deutlich unter dem Gesamtbudget der letzten Festivalausgabe 2011.
Joe Vicaire inszeniert „Der letzte der feurigen Liebhaber“ von Neil Simon.
Auch der geduldigste Künstler wird in Aktion versetzt, wenn man ihm noch die letzte Ressource nimmt: Der Tanzetat von ehemals drei Millionen Euro wurde nun, im Frühjahr 2013, auf null gesetzt. Widerstand konnte da nicht ausbleiben.
Die Inszenierung von Philip Waechters und Moni Ports meisterhaft illustriertem Kinderbuch „Der Krakeeler“ war eine Herausforderung. Die Comedia hat sie ebenfalls meisterhaft gelöst: Das Stück über einen cholerischen Familienvater imponiert auf allen Ebenen, vor allem aber durch Bühnenbild und Akustik.
Es gibt sie noch, die Regie-Berserker, die mit jeder Inszenierung das Theater neu erfinden wollen. Der Belgier Wim Vandekeybus zählt zu diesen Kämpfern auf der Bühne, die dem Publikum alles abverlangen und ihm Erlebnisse bescheren können, die man nie wieder vergisst.
Der scheidende Bonner Theaterintendant Klaus Weise inszeniert zum Abschied Kleists „zerbrochenen Krug“ in den Bonner Kammerspielen. Die Inszenierung überzeugt mit schauspielerischer Leistung und ansprechenden Kostümen, schwächelt allerdings auf Handlungsebene.
Bereits Anfang des Jahres befragten die Rheinischen Rebellen, der Jugendclub des Schauspiel Köln, die „Zehn Gebote“ auf ihre Aktualität. Jetzt folgte mit „Ich bin der Herr dein Gott“ die Fortsetzung, die den ethischen Dekalog mit Motiven aus Shakespeares „Romeo und Julia“ verquickt.
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