Wer denkt, die Karnevalssession beginne am 11.11. – der irrt sich gewaltig! Im Kölner Scala-Theater hat Wally Bockmayer sie mit „Trude zum Dessert“ schon Ende September eingeläutet. Pünktlich zum 20. Todestag der Ikone des „kölschen Chansons“ schickt er sein travestieseliges Ensemble auf die Bühne.
Die Ausstellung mit Jannis Kounellis passt genau hierher. Das Museum Kurhaus Kleve führt mit ihr seine Reihe zu den Hauptvertretern der Arte Povera fort, die seit den späten 1960er Jahren mit „billigen“ Materialien v.a. der Natur und im Zugriff auf die Kultur der Antike eine neue Form von Objektkunst zwischen Tradition und Avantgarde geschaffen haben.
Wenn Titus aus seiner Kaiserloge hinabschaut auf die Bittsteller seines Volkes am untersten Ende der Treppenanlage, wirklich aus schwindelnder Höhe, dann wird einerseits die Gott gleichende Macht des Römers präsent und anderseits die Winzigkeit und das Ausgeliefertsein des Untertanen, im Staub zertreten.
Die Choreografin Stefanie Thiersch gastierte am 29. und 30.10. in der Freihandelszone mit ihrem Stück „Nature Morte“. Was den Menschen wieder an das Tier rücken lässt, kommt dort zum Ausdruck.
Schön, dass ein Fußball-Bezahlsender eine Moderatorin aus dem Kinderfernsehen engagiert. Weniger schön, dass sie das Niveau aus ihrer Kindersendung nicht halten kann.
Magersucht ist eine Krankheit, die ganze Familien entzweien kann. Die Produktion von Andi Lucas und Britta Liebknecht nimmt sich des schwierigen Themas einfühlsam an. In Tanz, Schauspiel und Musik wird die Geschichte um die magersüchtige Maike und ihre Familie erzählt.
Verstörende Geräusche, Dunkelheit nur durchbrochen von einigen Lichtkegeln, zuckende Körper: Das Stück „I’VE SEEN IT ALL“ um sexuelle Gewalt und Inzest innerhalb einer Familie befördert den Zuschauer mitten ins Geschehen – und damit geradewegs in einen Albtraum.
Ein breites Bürgerbündnis hat nun den Verein „tanZkoeln“ ins Leben gerufen: Zweck des Vereins ist die „Förderung des zeitgenössischen Tanzes im Allgemeinen und in Köln im Besonderen“. Zum ersten Vorsitzenden wählte die Gründungsversammlung den Journalisten Jörg Jung.
Hügel aus Fleisch, Körper als Markierungen im Raum: Die Choreographie Sascha Waltz’ montiert den menschlichen Körper auseinander – und organisiert ihn neu. Die zwei-Stunden-Choreographie bricht mit dem konventionellen Tanz und feiert den Körper als Wunder.
10 Jahre gibt es die niederrheinische Punk’n’Roll-Band inzwischen, die sich in dieser Zeit auch deutschlandweit und außerhalb ihrer Heimat einen Namen verschaffen konnte. choices sprach anlässlich des Jubiläums mit Sänger Sebi und Bassist Mike.
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