Gaming kann gesund sein und therapeutisch wirken. Darüber ist nicht mehr zu streiten. Vielmehr ist zu fragen, wie genau Videospiele in der Psychotherapie helfen können.
Wer in einem Strategiespiel ein Kloster überfällt, entscheidet über Pixel, Einheiten und Ressourcen. Immer spielt dabei auch ein Geschichtsbild mit. Games erzählen, vereinfachen, interpretieren – und prägen, wie wir die Welt betrachten.
Gaming erlaubt eine Auszeit von der Wirklichkeit – zum Glück! Es gibt aber auch Spiele, die drastische Szenarien entwerfen und unbequeme, politische Fragen stellen.
Nicht demokratische Gesetzgebung, sondern arbeiterfeindliche Rechtsprechung im Geiste des Nationalsozialismus bestimmt, wann ein Streik in Deutschland rechtmäßig ist.
Rechte und Konservative wollen das Gedenken an die NS-Zeit am liebsten abschaffen, um unbehelligt ihre menschenverachtende Agenda umzusetzen. Dagegen braucht es eine radikale Aufklärung, die unbequeme Fragen stellt und den Bogen zur Gegenwart schlägt.
Migration wird in Deutschland gerne zum Grund aller Übel hochstilisiert. Das verkennt nicht nur die Wirklichkeit, sondern ist auch gefährlich.
Den öffentlichen Raum betrachten viele Menschen als eine Art Wohnzimmer, in dem nur ihr persönliches Wohl zählt. Das ist nicht unangepasst oder eigensinnig – sondern bloß rücksichtslos.
Kommunikation muss keine Kunst sein und Alltagssprache ist Leben! Geben wir aber anspruchsvollere und förmliche Verständigung einfach auf, dann verlieren wir mehr als uns lieb sein kann.
Milliardäre in Turnschuhen, CEOs duzen ihre Belegschaft und die Unternehmens-Homepage salbadert was von Familie, Werten und Gemeinschaft. Derweil arbeitet irgendwo eine Pflegerin auf einer Nachschicht mit zu vielen schwer Kranken – und das alles für einen Lohn, der gehörig unter Tarif liegt.
Die Arbeitsgesellschaft ist Geschichte, trotzdem halten Sozialdemokraten und Gewerkschaften am Fetisch Arbeit fest, während ihre neokonservativen Antipoden die letzten Relikte der Arbeiterbewegung bekämpfen. Das bedingungslose Grundeinkommen kann ein Schritt in die Richtung sein, wenigstens das Bewusstsein zu verändern.
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